Luc Ciompi - Psychiater und Autor

Affektlogik: Das Zusammenspiel von Fühlen und Denken

Die Affektlogik ist eine innovative Theorie zum allgegenwärtigen Zusammenspiel von Fühlen, Denken und Verhalten. Konzipiert als Basistheorie zu den Gesetzmässigkeiten des Zusammenwirkens von Emotion, Kognition und Aktion, formuliert sie eine Reihe von grundlegenden Zusammenhängen, die bisher vielfach vernachlässigt wurden. Ihr Ziel ist es, das in vielen Bereichen der Wissenschaft (wie Neurobiologie, Emotionspsychologie, Psychonalayse, Psychiatrie, Soziologie, Evolutionswissenschaft) verstreute Einzelwissen zu den Wechselwirkungen zwischen Fühlen, Denken und Verhalten zu einem sinnvollen Gesamtkonzept von praktischer wie theoretischer Relevanz zu integrieren. Den übergeordneten Rahmen liefert die allgemeine Systemstheorie mit Einschluss der Theorie der nichtlinearen Dynamik komplexer Systeme (dynamical systems theory, oder so genannte Chaostheorie).

Das Konzept der Affektlogik wurde im Buch "Affektlogik" von Luc Ciompi (1982) erstmals vorgestellt und seither unter Einbezug von neuen Forschungsergebnissen laufend weiter entwickelt. Es impliziert praktische Anwendungen in allen Gebieten, in denen Wechselwirkungen zwischen Fühlen, Denken und Verhalten von Bedeutung sind, von der Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Pädagogik über Verkauf, Reklame und Politik bis zur Erkenntnistheorie und Philosophie.

Die acht Grundthesen der Affektlogik lauten, kurz zusammengefasst:

  1. Emotion und Kognition wirken in sämtlichen psychischen Leistungen regelhaft zusammen
  2. Filter- und Schaltwirkungen von Emotionen beeinflussen ständig alle kognitiven Leistungen
  3. Gleichzeitig erlebte Emotionen, Kognitionen und Verhaltensweisen verbinden sich im Gedächtnis zu integrierten, situationsabhängigen Fühl-Denk-Verhaltensprorammen (FDV-Programmen), die alles künftige Verhalten in ähnlichen Situationen beeinflussen
  4. FDV-Programme verschiedenster Grössenordnung sind die grundlegenden "Bausteine der Psyche". Sie entsprechen typischen Systemen im systemtheoretischen Sinn, deren Gleichgewicht ständig durch positive oder negative Feedbacks aus der Umgebung stabilisiert oder gestört wird
  5. Das Gesamt von erfahrungsbasierten FDV-Programmen konstituiert individuumspezifische, familienspezifische, gruppenspezifische und kulturspezifische Fühl-Denk- und Verhaltensweisen bzw. Mentalitäten, Weltbilder, affektiv-kognitive Eigenwelten.
  6. Emotionen sind evolutionär entstandene, vital wichtige psychosomatische Zustände mit gerichteten bioenergetischen Komponenten (hin zu, weg von). t. Emotionale Energien sind die entscheidenden Motoren allen Denkens und Verhaltens. Fühl-Denk- Verhaltenssysteme beliebiger Grössenordnung werden durch Kognitionen strukturiert und durch Emotionen dynamisiert
  7. Kritisch steigende emotionsenergetische Spannungen können zu plötzlichen umfassenden Veränderungen (nichtlinearen Bifurkationen) der vorherrschenden Fühl- Denk- und Verhaltensmuster führen
  8. Affektiv-kognitive Wechselwirkungen sind selbstähnlich ("fraktal strukturiert") auf beliebigen individuellen und kollektiven Ebene

Was ist ein Affekt?

In der Fachliteratur gibt es keine einheitlichen Definitionen für Begriffe wie Gefühl, Emotion, Stimmung, Affekt und verwandte überlappende Erscheinungen. Im Rahmen der Affektlogik wird der Begriff des Affekts als Oberbegriff über gefühlsartige Befindlichkeiten aller Art verwendet und aufgrund ihres gemeinsamen Nenners definiert als eine ganzheitliche körperlich-seelische Gestimmtheit von unterschiedlicher Art, Dauer und Bewusstseinsnähe. So genannte Grundaffekte wie Neugier/Interesse, Angst, Wut, Freude und Trauer sind im Lauf der Evolution aus lebenswichtigen Verhaltensweisen wie Umgebungsexploration, Flucht, Kampf, Nahrungsaufnahme, Sexualität, Sozialisierung, Überwindung von Verlustsituationen hervorgegangen. Die unzähligen zusätzlichen Affektnüancen sind vorwiegend als Mischungen oder kulturelle Abwandlungen von angeborenen Grundaffekten zu verstehen.

Allgegenwärtige Schalt- und Filterwirkungen von Affekten auf Denken und Verhalten

Wechselwirkungen zwischen Fühlen und Denken sind allgegenwärtig. Gefühle werden durch Wahrnehmungen oder Gedanken ausgelöst und beeinflussen ihrerseits alles Denken und Verhalten über eine Vielzahl von so genannten Schalt- oder Filterwirkungen auf Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und kombinatorisches Denken. Von der vorherrschenden affektiven Stimmung hängt weitgehend ab, was wir bevorzugt wahrnehmen, beachten, im Gedächtnis behalten, erinnern und schliesslich zu einem "Denkgebäude" (einer Logik im weiten Sinn) zusammenbauen. Die affektive Grundstimmung wirkt insofern wie ein Leim oder Bindegewebe auf Wahrnehmung und Denken, als affektiv "passende" Wahrnehmungen und/oder Gedanken bevorzugt zu einem grösseren Ganzen verbunden werden("ein schönes Land", "ein netter Mensch", etc.), während Unpassendes ausgeblendet oder verdrängt wird.

Die Schalt-und Filterwirkungen von Affekten verbinden Wahrnehmung, Denken, seelisch-körperliche Verfassung und Verhalten zu einer funktionellen Einheit. Ihre evolutionäre Hauptaufgabe ist es, Denken und Verhalten der jeweiligen Situation anzupassen. Gleichzeitig vermindern sie die Komplexität der begegnenden Welt in (prinzipiell) sinnvoller Weise.

Gleichartige Wechselwirkungen im Kleinen wie Grossen

Die Schalt- und Filterwirkungen der Gefühle auf Denken und Verhalten sind auf der individuellen und sozialen Ebene gleichartig. Ganz ähnlich wie Angst, Wut oder Freude die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis und das kombinatorische Denken des Einzelnen verändern, so beeinflussen sie auch das Wahrnehmen, Erinnern und Denken von kleinen oder grossen Gruppen bis zu ganzen Nationen. Auch sind grundsätzlich gleichartige Schalt- und Filterwirkungen von Affekten in einem kleinen momentanen Gedankengang wie auch in zeitüberdauernden kultur- oder zeitspezifischen Denkweisen, Wertsystemen, Mentalitäten oder Ideologien am Werk. Mit andern Worten, die Affektlogik geht davon aus, dass die Wechselwirkungen zwischen Fühlen und Denken im Sinn der Chaostheorie so genannt selbstähnlich oder fraktal strukturiert sind.

Affektlogik und Alltagslogik

Dank den beschriebenen Schalt- und Filterwirkungen der Affekte wird unser Denken und Verhalten ständig von einer situationsabhängigen Logik im weiten Sinn bestimmt, die stark von der affektiven Grundstimmung abhängt. Im Zustand der Angst zum Beispiel sehen wir die Welt vorwiegend im Rahmen einer (bewussten oder unbewussten) Angstlogik. Entsprechend gibt es eine Logik der Wut oder des Hasses, eine Logik der Freude, der Liebe, der Trauer usw. Das kollektive Denken und Handeln kann z.B. von einer "Logik des Friedens" oder einer "Logik des Kriegs" geleitet sein.

Auch in der scheinbar gefühlsfreien oder -armen so genannten Alltagslogik sind denk- und handlungsbestimmende Emotionen untergründig ständig am Werk. Intensive Gefühle bei erstmaligen Erlebnissen oder Entdeckungen werden zwar durch Gewöhnung zunehmend abgestumpft. Ihre denk- und verhaltensbestimmenden Schalt- und Filterwirkungen bleiben indessen weiterhin erhalten. So beeinflussen intensive vergangene Emotionen z.B. alle Wert- und Sinnsysteme, Ideologien, Vorurteile etc., die unser Alltagsverhalten prägen. Entsprechend affektabhängig nehmen wir die Umwelt wahr und verhalten wir uns. Die unterschwelligen Affektkomponenten des Alltagsdenkens und -verhaltens treten sofort wieder massiv zu Tage, wenn solche scheinbaren Selbstverständlichkeiten verletzt oder in Frage gestellt werden.

Gefühle sind Energien

Die energetische Dimension der Affekte ist erstaunlicherweise bisher von den Emotionswissenschaften weitgehend vernachlässigt worden. Die Affektlogik dagegen versteht Grundgefühle wie Neugier/Interesse, Angst, Wut, Freude, Trauer wesentlich auch als Energien bzw. als situationsabhängige Energieverbrauchsmuster, die sich im Lauf der Evolution mit lebenswichtigen Situationen und Verhaltensweisen wie Umgebungserforschung, Flucht, Kampf, Nahrungsaufnahme, Sexualität, Sozialisierung, Verarbeitung von Verlustsituationen u.a.m. gekoppelt haben. Meist stimulieren und mobilisieren, manchmal aber hemmen die emotionalen Energien (wie z.B. bei Schreckreaktionen, in der Trauer oder Depression) das Denken und Verhalten.

Affektive Energien, die durch Widersprüche und Konflikte freigemacht werden, sind nach dem Postulat der Affektlogik der zentrale Motor aller Psycho- und Soziodynamik. Die energetische Dimension der Affekte erklärt zudem plötzliche sprunghafte Veränderungen des Denkens und Verhaltens wie etwa den Umschlag von einer vorwiegenden Logik der Liebe zu einer Logik des Hasses, vom normalen zum psychotischen Denken, von einer "Logik des Friedens" in eine "Logik des Kriegs": Wie insbesondere in der Synergetik von Hermann Haken allgemein gültig nachgewiesen wurde, kommt es in dynamischen Funktionssystemen jeder Art zwingend zu einem plötzlichen umfassenden Funktionswandel (einer so genannten Bifurkation), wenn der energetische Spannungspegel einen kritischen Wert überschreitet. Nach der Hypothese der Affektlogik wirkt der emotionale Spannungspegel in psychischen und sozialen Systemen analog: Er funktioniert als so genannter Kontrollparameter, von dem der Moment des Umschlags abhängt. Vorher randständige Ideen dagegen werden dabei oft zum Kristallisationskern (oder Ordnungsparameter), um den sich das Denken und Verhalten neu ordnet (Beispiele: "fixe Idee", Liebes- oder Verfolgungswahn).

Auch das rationale Denken ist von Gefühlen beeinflusst

Entgegen der gängigen Meinung sind emotionale Einflüsse auch an allem rationalen und wissenschaftlich-mathematischen Denken beteiligt. Emotional positiv gefärbte Einzelelemente einer wissenschaftlichen Theorie werden durch die Schalt- und Filterwirkungen von positiven Gefühlen ganz ähnlich zu einem positiven Ganzen verbunden wie die Bausteine von andern umfassenden "Gedankengebäuden" (z.B. Ideologien, Weltbildern, Religionen usw.). Da stimmige Lösungen mit Gefühlen der lustvollen Entspannung (so genannten Heureka-Gefühlen), Widersprüche dagegen mit Unlustgefühlen einhergehen, werden Unstimmigkeiten bevorzugt ausgeschlossen, bagatellisiert oder ignoriert. Aufgrund dieser Mechanismen bahnen positive und negative Gefühle richtiggehend den Weg zu "stimmigen", das heisst emotional entspannenden und affektenergetisch ökonomischen Lösungen. Ähnliche Mechanismen spielen ebenfalls beim Phänomen der Kreativität, der Intuition und des Humors eine wichtige Rolle.

Kollektive Affektlogik

Dank vielfältigen sozialen Ansteckungs- und Verstärkereffekten sind die Wirkungen von Emotionen auf Denken und Verhalten im kollektiven Bereich oft besonders ausgeprägt. Gleichgerichtete kollektive Emotionen können gewaltige Energien entfalten. Historische Beispiele reichen (wie im Buch "Gefühle machen Geschichte - Die Wirkung kollektiver Emotionen, von Hitler bis Obama" von Ciompi und Endert genauer analysiert; siehe Startseite) von der Entstehung des deutschen Nationalsozialismus über den Israel-Palästina- und Islam-Westkonflikt bis zum Wahlsieg von Barack Obama von 2008. Auch im so genannten "arabischen Frühling" von 2011 zeitigten kritisch steigende kollektiv-emotionale Spannungen spektakuläre Wirkungen. Weitere Beispiele liefert das Tagesgeschehen laufend.

Praktische und theoretische Konsequenzen

Mögliche Anwendungen der Affektlogik reichen von der Psychologie, Psychiatrie, Psychotherapie und Pädagogik über Verkauf, Reklame und Politik bis zur Erkenntnistheorie und Philosophie. Die Affektlogik führt zu einem tiefgehend veränderten Menschenbild im Sinn des "homo sapiens emotionalis". Therapeutisch wichtige Anwendungsgebiete sind insbesondere die Psychosomatik mit Einschluss von körperzentrierten Psychotherapien sowie spezifisch emotionszentrierte Methoden der Krisenintervention, Mediation und Traumabekämpfung.

Die Sichtweise der Affektlogik wurde bisher u.a. in den folgenden Wissensbereichen angewendet: Psychiatrie, Psychotherapie, Pädagogie, psychologische Oekologik (Entscheidungsprozesse), Soziologie, Bewusstseinsphänomenologie, existentielle Philosophie. Eine besonders interessante praktische Anwendung stellt die seit über 25 Jahren erfolgreiche therapeutische Gemeinschaft zur Behandlung von Menschen mit akut schizophrenen Störungen dar. (Genaueres siehe "Das Konzept der Soteria").

Festzuhalten ist indessen, dass das allgegenwärtige Zusammenwirken von Denken und Fühlen im allgemeinen wissenschaftlichen, politischen und sozialen Diskurs noch keineswegs hinreichend berücksichtigt wird.

PS. Für zusätzliche Informationen zur Affektlogik siehe den teilweise ausführlicheren englischen Text.

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Preis zur Förderung der Erforschung von Wechselwirkungen zwischen Emotion und Kognition.

Weitere Infos ...

Video

Gespräch mit Luc Ciompi über Soteria, Affektlogik
(Version mit englischen Untertiteln)

Publikationen zur Affektlogik

Bücher

Luc Ciompi: Affektlogik (Buch-Titelseite der 1. Auflage 1982) Luc Ciompi
Affektlogik.
Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung.
Ein Beitrag zur Schizophrenieforschung.
Klett-Cotta, Stuttgart, 1982 (1. Auflage) / 1998 (5. Auflage)
ISBN-10: 3-608-95037-0
ISBN-13: 9783608950373
(5. Auflage, demnächst vergriffen.)


Luc Ciompi: Psyche and Schizophrenia (book cover) Die englische Ausgabe ist weiter erhältlich unter dem Titel
"THE PSYCHE AND SCHIZOPHRENIA. The Bond between Affect and Logic"
ISBN-10: 0674719905
ISBN-13: 978-0674719903
Harvard University Press, Cambridge/Mass. (USA) und London (GB), 1988

Luc Ciompi: Die emotionalen Grundlagen des Denkens (Buch-Titelbild) Luc Ciompi
Die emotionalen Grundlagen des Denkens.
Entwurf einer fraktalen Affektlogik.

Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1997
ISBN-10: 3-525-01437-6
ISBN-13: 978-3525014370

Luc Ciompi: Aussenwelt - Innenwelt (Buch-Titelbild) Luc Ciompi
Aussenwelt - Innenwelt.
Die Entstehung von Zeit, Raum und psychischen Strukturen.

Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1988
ISBN-10: 3525014112
ISBN-13: 978-3525014110

Gefühle, Affekte, Affektlogik (Buch-Titelbild) Luc Ciompi
Gefühle, Affekte, Affektlogik.
Ihr Stellenwert in unserem Menschen- und Weltverständnis.
Wiener Vorlesungen. Picus, Wien, 2003
ISBN-10: 3-85452-389-0
ISBN-13: 978-3854523895

Im Buchhandel erhältlich.

Luc Ciompi und Elke Endert: Gefühle machen Geschichte. (Buch-Titelbild) im März 2011 ist neu erschienen:

Luc Ciompi und Elke Endert
Gefühle machen Geschichte.
Die Wirkung kollektiver Emotionen - von Hitler bis Obama
Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen
ISBN 978-3-525-40436-2

Über dieses Buch / Einleitung (PDF)
Weitere Informationen...

Buchbeiträge und Zeitschriftenartikel

  • Ciompi, L.: Synergie und Schizophrenie - und noch viel mehr. In Kriz, J, Tschacher, W. Synergetik als Ordner. Die strukturelle Wirkung der interdisziplinären Ideen Hermann Hakens. Pabst Science Publishers, Lengerich, Deutschland, 2017, pp. 15-20. Artikel (PDF, 94 kB)
  • Ciompi, L.: The key role of emotions in the schizophrenia puzzle. Schizophrenia Bulletin 41: 318-322, 2015. Artikel (PDF, 178 kB)
  • Ciompi, L., Baatz, M.: The energetic dimension of emotions - an evolution-based computer simulation with general implications. Theoretical Biology 3: 42-50, 2008. Abstract - Vollständiger Artikel (PDF, 133 kB) - Manual zur Simulationstechnik siehe www.affect-logic.com
  • Ciompi, L.: Affektlogik und die soziale Dimension. In: Stoffels, H. (Hrsg). Soziale Krankheit und soziale Gesundung. Beiträge zur medizinischen Anthropologie Band 6 Königshausen und Neumann, Würzburg 2008, S. 34-49.
  • Ciompi, L., Panksepp, J.: Energetic effects of emotions on cognitions-complementary psychobiological and psychosocial findings. Consciousness and Emotion 2005, 23-55. Artikel (PDF, 257 kB)
  • Ciompi, L.: Grundsätzliches zu Emotion, Kognition und Evolution aus der Humanperspektive. In: Wimmer, M., Ciompi L. (Hrsg): Emotion - Kognition - Evolution. Filander-Verlag, Fürth, 2005 (ISBN 3-930831-53-8), S. 47-66
  • Ciompi, L., Baatz, M.: Do mental processes have a fractal structure? The hypothesis of affect- logic. In: Losa AL, Merline D, Nonnenmacher TF, Weibel ER. (eds) Fractals in Biology and Medicine, Vol IV, Birkhäuser, Basel 2005, S.107-119.
  • Ciompi, L.: Reflections on the role of emotions in consciousness and subjectivity, from the perspective of affect logic. Consciousness and Emotion 4:181-196, 2003. Artikel (PDF, 149 kB)
  • Ciompi, L.: Un modèle énergétique non linéaire de la psyché et ses applications. In Confrontations psychiatriques, no. spécial "1968-1998 : 30 ans de confrontations". pp. 33-63, 2000. Résumé/Abstract (PDF, 134 kB) 
  • Ciompi, L.: The concept of affect logic. An integrative psycho-socio-biological approach to understanding and treatment of schizophrenia. Psychiatry 60: 158-170, 1997
  • Ciompi, L.: Die Affekte als zentrale Organisatoren der Psyche. Zum psycho-sozio-biologischen Integrationsmodell der Affektlogik und seinen Konsequenzen. System Familie 6: 196-208, 1993
  • Ciompi, L.: Die Hypothese der Affektlogik. Spektrum der Wissenschaft 2: 76-82, 1993
  • Ciompi, L.: Zur Integration von Fühlen und Denken im Licht der "Affektlogik". Die Psyche als Teil eines autopoietischen Systems. In: Psychiatrie der Gegenwart, Bd 1, Springer, Berlin-Heidelberg-New York-Tokyo S. 373-410, 1986
  • Ciompi, L.: Psychoanalyse und Systemstheorie - ein Widerspruch? Psyche 35:66-86, 1981

Anwendungen und Erweiterungen

  • Ciompi, L.: Synergie und Schizophrenie - und noch viel mehr. In Kriz, J, Tschacher, W. Synergetik als Ordner. Die strukturelle Wirkung der interdisziplinären Ideen Hermann Hakens. Pabst Science Publishers, Lengerich, Deutschland, 2017, pp. 15-20. Artikel (PDF, 94 kB)
  • Wang Zucheng: The acadamic system of Prof.Luc Ciompi and his onset theory of schizophrenia. Mental Health Newsletters,2016.(4):3 and Mental Health Newsletters, 2016.(5):3. (in Chinese)
  • Hotz, M.: Die Theorie der Affektlogik und ihre Bedeutung für die Beratung. Wechselwirkungen von Emotion und Kognition im Coaching. Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2017
  • Fessler, P. (2009): Bounded rationality. Vorschlag zu einem Verständnis von Entscheidungsprozessen auf der Grundlage der fraktalen Affektlogik von Luc Ciompi. Semesterarbeit am Institut für Organisation und Unternehmenstheorien der Universität Zürich (Prof. Dr. M. Osterloh, unpubliziert) - Artikel (PDF, 341 kB)
  • Schulz, W.: Die Auffassung der Emotionen im Huang Di Nei Jing und ihre Brechung in der Affektlogik Luc Ciompis. Europäischer Universitätsverlag, Berlin 2009
  • Masahi, T. The expressions of emotions and affect logic-The contrastiveness between Japanese and English sentence patterns based on affect logic. IEIC Technical Report (Institute of Electronics, Information and Communication Engineers. Journal Code: S0532B (2009)

    Abstract: This paper describes the contrastiveness between Japanese and English expressions of the emotions. The contrastiveness has been abstracted from large corpora, based on the concept of Affect Logic theory proposed by Luck Ciompi. In aspects of emotion and cognition, the expressions have been analyzed to describe relational scheme in which the expressions of acausal (natural) and causal emotions are arranged according to the levels layered by the pathos-logos ratio.

  • Ciompi, L.: Das Sonnenblumengleichnis - oder: Denkt "es" oder denke "ich"? In: Schoeller, D., Michel, M. (Hrsg): Grenzen des Denkens. Zwölf Gespräche zwischen den Disziplinen Philosophie, Theologie, Medizin, Psychiatrie, Germanistik, Neurophysiologie, Kunst, Medienwissenschaft. Verlag der Bauhaus-Universität Weimar, S. 50-62, 2007 (ISBN 978-3-86068-323-1). Artikel (PDF, 72.4 kB)
  • Endert, E.: Über die emotionale Dimension sozialer Prozesse. Die Theorie der Affektlogik am Beispiel der Rechtsextremismus- und Nationalsozialismusforschung. UKW Verlagsgesellschaft. Konstanz 2006
  • Ciompi, L.: Emotional-kognitive Dynamik in der Psychopathologie, nach dem Konzept der Affektlogik. In: Wimmer, M., Ciompi L. (Hrsg): Emotion - Cognition - Evolution. Filander-Verlag, 2005 p. 151-165
  • Ciompi, L.: Mensch, Natur und Gefühl. Aus der Perspektive der fraktalen Affektlogik. In Gebauer, M., Gebhard, U. et al. (Hrsg): Naturerfahrung. Wege zu einer Hermeneutik der Natur. Die Graue Edition, Kusterdingen 2005. p. 28-66
  • Nöcker, W. (2004). Logik der Gefühle. Ein Skript für die Praxis. Erörterung im Netzwerk des Systemic-Consulting (unpubliziert). In Anlehnung an L. Ciompi (1982), Affektlogik, Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung. Ein Beitrag zur Schizophrenieforschung. Stuttgart: Klett-Cotta.
  • Nunold, B.: Freiheit und Verhängnis. Heideggers Topologie des Seins und die fraktale Affektlogik. Edition fatal, München 2004
  • Giebeler, C., Pollähne, H. & Schakies-Oeter, B. (Hrsg.): Ich-Struktur und Affektlogik. Befunde zur psychischen Organisation psychisch gestörter Rechtsbrecher. In: Pflegehandbuch Forensik. IFoBS, Bielefeld (2003)
  • Wenzelburger, C.: Vom Moment der Wandlung in der Krise - Die Psychotherapie Milton H. Ericksons aus der Sicht der fraktalen Affektlogik. Universität Bremen. Diplomarbeit Studiengang Psychologie, 2002 (nicht veröffentlicht)
  • Ciompi, L.: Für eine sanftere Psychiatrie - Zum Menschen- und Krankheitsverständnis der Affektlogik. Psychiatrische Praxis 30, Suppl. 1:528-536, 2003. Artikel (PDF, 179 kB)
  • Ciompi, L.: Emotion und Improvisation, Inspiration, Kreativität. Eine emotionsdynamische Analyse aus der Sicht der Affektlogik. In: Fähndrich, W., (Hrsg), Improvisation V, 14 Beiträge. Amadeus, Winterthur 2003, p. 11-26,
  • Ciompi, L.: Symbolische Affektkanalisation - eine therapeutische Grundfunktion von Ritualen. In Welter-Enderlin Rosmarie, Hildenbrand Bruno (Hrsg.). Rituale. C. Auer, Heidelberg, 2002, p.54-70
  • Ciompi, L.: Reflections on the role of emotions in consciousness and subjectivity, from the perspective of affect logic. Consciousness and Emotion 4:181-196, 2003
  • Ciompi, L.: Ein blinder Fleck bei Niklas Luhmann? Soziodynamische Wirkungen von Emotionen nach dem Konzept der fraktalen Affektlogik. Soziale Systeme 10:21-49, 2004 Artikel (PDF, 4.2 MB)
  • Ciompi, L.: Affektlogik, affektive Kommunikation und Pädagogik. Eine wissenschaftliche Neuorientierung. In Unterweger. E., Zimprich V. (Hrsg.): Braucht die Schule eine Psychotherapie? Orac, Wien, 2000, p. 3-17
  • Ciompi, L.: Affektgesteuerte Wirklichkeitskonstruktion in Alltag, Wissenschaft und Psychopathologie. In: Fischer, H.R., Schmidt, S. (Hrsg.). Wirklichkeit und Welterzeugung Carl Auer, Heidelberg, 2000
  • Ciompi, L.: Das Zusammenspiel von Fühlen und Denken nach dem Konzept der Affektlogik, Grundthesen und psychiatrisch-psychotherapeutische Implikationen. In Mauthe, J.-H. (Hrsg). Affekt und Kognition. Verl. Wissenschaft und Praxis, Sternenfels 2000
  • Endert, E.: Über Zusammenhänge von Fühlen und Denken in Wahrnehmungs- und Wissensprozessen. Ein Vergleich der "Affektlogik" von Luc Ciompi mit dem wissenssoziologischen Ansatz Ludwik Flecks. PapyRossa, Köln,1997
  • Scharf, V., Frank, G., Kriwas, S.: Die Hypothese der "Affektlogik" von CIOMPI - eine chemiedidaktische bedeutsame Interpretationsgrundlage für Einstellungen von Lernenden zu den Konzepten Mensch, Chemie, Natur. In: chimica didactica 22:168-183. 1996
  • Ciompi, L., Hubschmid, T.: Psychopathologie aus der Sicht der Affektlogik - Ein neues Konzept und seine praktischen Konsequenzen. In: Janzarik, W.: Psychopathologie und Praxis. Enke, Stuttgart, 1985, p.115-123

Internet-Informationen zur Affektlogik:

Im Internet finden sich rund 53'700 Einträge zum Stichwort "Affektlogik" (Google, September 2017).

 

© Luc Ciompi - www.ciompi.com - Zuletzt bearbeitet: 04.09.2017